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Waldschule-Rundbrief Nr. 777

Waldschule-Rundbrief Nr. 777

Waldschule Rundbrief Nr. 777


 Inhalt / 30.01.2026


1.) Wochenrückblick und Ausblick auf Kommendes

2.) Nachruf auf Prof. Dr. Johann Heinrich von Stein
3.)
Bericht zum Besuch der Sechstklässler bei den vierten Klassen
4.) Pausenaktion der SMV
5.) MINT-Tutoren und Tutorinnen im Einsatz

 



1.) Wochenrückblick und Ausblick auf Kommendes

 

Am vergangenen Dienstag, den 27. Januar, fand die Beisetzung unseres ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Herrn Prof Dr. von Stein statt. Seine enge Verbindung mit der Waldschule Degerloch zeigte sich auch darin, wie viele Lehrkräfte und sich mit der Schule verbunden Fühlende – darunter auch Schülerinnen – ihm das letzte Geleit auf dem Pragfriedhof erwiesen. Die Trauerrede, die Herr Buschmann und Frau Vollmer beim anschließenden Trauermahl für ihn hielten, lesen Sie unter Punkt 2. 
Diese Woche stand an der Waldschule ganz im Zeichen der Kooperation zwischen Grundschule und weiterführender Schule. Neben einem Besuch einiger Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen bei den Viertklässlern hatte die SMV ein Pausenevent für alle Vierer und Fünfer in der Turnhalle der Waldschule organisiert. Die Klasse 1 war mit ihren MINT-Paten und dem Basisfach Biologie in der Eiswelt, um mit dem Eismeister viele Fragen zu klären. Zudem waren einige Schülerinnen und Schüler auf dem Landesschülerkongress in Biberach an der Riß und konnten dort wertvolle Tipps und Erfahrungen sammeln.
Am heutigen Freitag werden an der weiterführenden Schule die Halbjahresinformationen durch die Klassenlehrkräfte ausgegeben und diese Gelegenheit für ein kurzes Gespräch und einen Austausch genutzt. Die Vorbereitungen für den morgen anstehenden Tag der offenen Tür laufen auf Hochtouren. Hier wird es von der Grundschule sowie der weiterführenden Schule ein buntes Programm geben. Durch die Grundschule führen unter anderem die Viertklässlerinnen und Viertklässler, an der weiterführenden Schule die sechsten Klassen. Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher am morgigen Tag! Das Programm finden Sie auf unserer Homepage:


Tag der offenen Tür

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2.) Nachruf auf unseren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Johann Heinrich von Stein

Kai Buschmann und Kerstin Vollmer haben beim Trauermahl im Anschluss an die Beerdigung von Johann Heinrich von Stein am 27. Januar mit diesen Worten an ihn erinnert:

Liebe Familie von Stein, liebe Freunde und Wegbegleiter von Johei von Stein,
für die Waldschule Degerloch sagen wir – zuerst Kai Buschmann und dann Kerstin Vollmer – heute Abschiedsworte zu Johei von Stein, der von 2002 bis 2022 Vorsitzender des Trägervereins unserer Schule war. Ich durfte als Leiter des Schulverbundes von 2006 bis 2022 eng mit ihm zusammenarbeiten und Kerstin Vollmer hat die Gründung unserer Grundschule seit 2016 mit ihm vorbereitet, 2018 vollzogen und ist seitdem deren Schulleiterin. Johei war der achte Vorsitzende des 1952 gegründeten Trägervereins und mit 20 Vorsitzendenjahren der am längsten amtierende. Er übernahm das Amt von Wilhelm Freiherr Haller von Hallerstein. Seine Nachfolgerin, unsere ehemalige Kultusminister Dr. Susanne Eisenmann, ist heute auch hier. Alle seine Vorgänger hatten sich bei der Amtsausübung auf Finanz- und Baufragen beschränkt und sich für die tägliche Arbeit an der Schule nur begrenzt interessiert. Herr von Haller versuchte Johei für die Aufgabe mit den Worten zu gewinnen „Zwei bis drei Sitzungen im Jahr leiten – mehr ist da nicht zu tun“. Doch Johei wollte mehr. Seine tiefe Überzeugung war es, dass in der Bildung unserer Kinder unsere Zukunft liegt. Als wir uns 2006 kennen lernen, war mir die Tiefe dieser Überzeugung noch nicht klar. „Bildung ist Zukunft“ hatte ich als Politikerphrase schon zu oft gehört. Bald merkte ich durch unseren regelmäßigen Austausch, wie leidenschaftlich dieses Anliegen bei ihm verankert war. Er suchte einen Austauschpartner und war anspruchsvoll. Ende 2005 sorgte er für den Rücktritt meines Vorgängers. Als über 30 Bewerbungen für die Neubesetzung vorlagen, war er mit der Auswahl nicht zufrieden und hob die Ausschreibung auf. Dazu gehörte schon Chuzpe. Er aktivierte sein persönliches Netzwerk und wurde auf mich aufmerksam gemacht. Eines Tages klingelte bei mir das Telefon: „Stein, wir sollten uns kennen lernen“. Das Ergebnis ist bekannt. Unsere Zusammenarbeit war sehr eng, musste sich aber erst entwickeln. Johei konnte auch unglaublich stur bis zur Halsstarrigkeit sein. In den ersten Jahren arbeiteten wir uns hart aneinander ab. Einmal einigten wir uns auf ein externes juristisches Gutachten, um einen Streitfall zwischen uns zu klären. In diesem Prozess lernten wir voneinander, dass es uns beiden nur um die Sache ging und dass wir beide dabei die Spielregeln der Macht gut beherrschten. So entstand mit der Zeit ein Vertrauensverhältnis, das schließlich in eine Freundschaft mündete. Seine gesellige Seite hatte daran ihren Anteil. Gute Gespräche über Gott und die Welt, Austausch über Reisen, kulinarische Genüsse, gute Weine und Zigarillos gehörten mit dazu. Ein gemeinsamer Besuch bei unserer Partnerschule in der Türkei war dabei auch förderlich. Der Besuch in einem Hamam in Izmir bleibt mir besonders in Erinnerung. Seine Teilnahme an Schulveranstaltungen vom Tag der offenen Tür bis zum Kollegenessen war selbstverständlich. Er lebte mit der Schule.
Johei liebte die zeitgenössische kanadische Inuit-Kunst: Skulpturen aus Speckstein. Vor drei Jahren löste er seine Sammlung auf, bat mich zu sich, ich solle mir ein Exemplar aussuchen. Ich entschied mich für eine Skulptur, die den „Ear Pull“ zeigt, den traditionellen Ohrenkampf der Inuit. Es sitzen zwei Wettkämpfer sich vorgebeugt umarmend gegenüber, eine feste Schnur aus Robbenleder um je ein Ohr gelegt, und versuchen, das Gegenüber mit Kopfbewegungen auf die eigene Seite zu ziehen - wie beim Tauziehen, nur mit den Ohren und viel diffiziler. Die Skulptur steht in meinem Arbeitszimmer. Sie erinnert mich an unser gemeinsames Ringen für das Beste der Waldschule; besonders natürlich in den herausfordernden Anfangsjahren, in der schwierigen Zeit der Pandemie und bei unserer Grundschulgründung 2018 – eine Schule, die aus gutem Grund seinen Namen trägt: Die Johann Heinrich von Stein-Grundschule an der Waldschule Degerloch. Wir haben ihn anlässlich seiner Hochzeit mit Anke von Stein mit dieser Namensnennung überrascht. Kerstin Vollmer wird nun ihre Erinnerung an Johei von Stein schildern:
Johann Heinrich von Stein-Grundschule an der Waldschule Degerloch. Ein sehr langer, etwas sperriger Name für eine Grundschule. Warum heißt sie so?
Herr von Stein hat sich für die kleinsten Waldschülerinnen und Waldschüler ganz besonders eingesetzt. Er wollte nicht einfach eine Grundschule gründen. Er wollte einen besonderen Lernort schaffen, mit einem besonderen pädagogischen Konzept. Dazu wollte er alles ganz genau wissen. Von der Einschulung in Klasse 1 bis zum Abschlussfest Klasse 4 war er überall dabei. Dazwischen fragte er bei jedem Treffen mit mir immer zuerst: Was macht meine Grundschule. Wie geht es den Kindern?
In den Anfangsjahren der Grundschule wurde viel Personal eingestellt - Herr von Stein wollte gerne bei jeder Entscheidung mit einbezogen werden. Prüfte gewissenhaft jedes Zeugnis, das ich ihm vorab per Fax zugesendet hatte, fragte dann immer, ob ich überzeugt sei, ob ich an die Person glaubte? Ob sie zu uns passte? Ich habe gerne diese Faxe anstelle der schnelleren Email geschickt, weil ich - während das Faxgerät langsam ratterte - gut darüber nachdenken konnte, was ich ihm antworten würde und welche Eigenschaften uns beiden gemeinsam wichtig waren.
Herr von Stein hat aus seinen Erfahrungen gelebt, aus seinem reichen Wissen, seiner Weltgewandtheit. Mit Interesse und Neugier hat er sich Neuem zugewandt, war geistig flexibel, hat etwas gewagt und dabei Haltung und Werte nicht vergessen.
Er hat seine Zeit und sein Zutrauen maßlos in Menschen investiert. In mich, in die Kolleginnen und Kollegen, und vor allen Dingen in all unsere Grundschulkinder, die er auch so gerne in der Schule getroffen hat.
Mit großem Stolz nehme ich mir die Zeit, in aller Ruhe immer den vollen Namen unserer Grundschule zu nennen. Mein Name ist Kerstin Vollmer, ich bin die Schulleiterin der Johann Heinrich von Stein-Grundschule.
Wer er war, dieser Johann Heinrich von Stein?
Ein Menschenfreund, der anderen etwas zugetraut hat. Ein Mann, mit Ideen und Mut von dem man lernen konnte. Ein Mann, dem ich für immer dankbar sein werde, dass ich durch ihn Teil der Geschichte dieser Schule und auch Teil seines Lebens werden durfte. Ich werde ihn nicht vergessen und es wird der innere Antrieb von mir und meinem Team sein, diesem Namen mit unserer Arbeit gerecht zu werden.

 

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3.) Bericht über die Fragerunde in Klasse 4 mit einigen Schülerinnen und Schülern aus Klasse 6

Am 28.1.2026 waren wir, drei Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 6b der Realschule und drei Schülerinnen aus der Klasse 6c des Gymnasiums - bei den Viertklässlern. Da diese nächstes Schuljahr die neuen Fünftklässler werden, durften wir sie besuchen und ein bisschen von der weiterführenden Schule erzählen. Dabei haben wir von dem Schulalltag am Gymnasium und der Realschule erzählt und haben viele Fragen beantwortet. So wollten die Vierer zum Beispiel wissen, was die Lernzeit am Gymnasium ist, welche neuen Fächer es gibt und wie die Pausenzeiten sind. Nach über 60 Minuten in den beiden Klassen stand für uns fest: Das war ein erfolgreicher Morgen mit vielen lehrreichen Erlebnissen! Viele noch offene Fragen konnten hier geklärt werden.

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4.) Pausenevent der SMV am 28.1. - 1,2, oder 3


Um die Verbindung zwischen der Grundschule und der weiterführenden Schule zu stärken, haben wir eine gemeinsame Aktion für die 4. und 5. Klassen organisiert. Ziel war es, den jüngeren Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick in die weiterführende Schule zu geben und die Verbindung der SMV der Grundschule und weiterführende Schule zu stärken. Als gemeinsames Spiel haben wir uns für „1, 2 oder 3“ entschieden. In der Turnhalle wurden dafür drei Felder markiert, die jeweils für eine Antwortmöglichkeit standen. Zu jeder Frage gab es drei mögliche Antworten und die Schülerinnen und Schüler mussten sich je nach ihrer Wahl in das entsprechende Feld stellen. Durch das aktive Mitmachen entstand eine lockere und fröhliche Atmosphäre, in der sich alle gut einbringen konnten. Die Aktion kam bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an und hat gezeigt, dass gemeinsames Lernen und Spielen eine schöne Möglichkeit ist, um Berührungsängste abzubauen und den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule zu erleichtern. 

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5.) Besuch des Landesschülerkongress`

Am 26. Januar 2026 besuchten 6 Schüler*innen der SMV von 10 bis 15 Uhr den Mini-Landesschülerkongress in Biberach an der Riß. Auf dem Programm standen unter anderem eine Vorstellung des Landesschülerbeirats sowie Informationen zu den Wahlen.

In der ersten Workshop-Phase nahmen wir an dem Workshop „Argumentieren mit Extremisten“ und „Rhetorik“ teil. Anschließend folgte eine spannende Podiumsdiskussion mit Bildungspolitiker*innen der Grünen Jugend, Jungen Union, JUSOS (JSAG) und den Jungen Liberalen. Dabei wurden Themen wie die Grundschulempfehlung, Berufsorientierung und der Umgang mit KI diskutiert, ergänzt durch eine Schnellfragerunde und Fragen aus dem Publikum. In der zweiten Workshop-Phase besuchten wir den Social-Media-Workshop, in dem wir lernten, wie man sinnvolle Kurzvideos für soziale Netzwerke erstellt. Gegen 14:30 Uhr traten wir die Heimreise an – mit vielen neuen Eindrücken und einem rundum gelungenen Tag!
Alma, Mikka, Ida, Charlotte, Klara und Matilda (9c, 10c, 10d)

 

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6.)
MINT-Tutoren im Einsatz

Die MINT-Tutorinnen und -Tutoren der Klassen 1a und 1b im Einsatz: In den vergangenen zwei Wochen waren die MINT-Tutorinnen und Tutoren der Waldschule fleißig: Die 1a erkundete mit ihren Patinnen und Paten den Wald und entdeckte mit Ferngläsern die Natur hautnah. Beide Klassen, 1a und 1b, verbrachten zudem zwei Montage in der Eishalle. Dort lernten sie nicht nur Schlittschuhlaufen, sondern stellten dem Eismeister spannende Fragen rund um die Eisbereitung. Unterstützt wurden die Kinder der 1a vom Biokurs von Frau Schneider, der auch selbst aufs Eis durfte. Die 1b wurde von ihren MINT-Tutorinnen und -Tutoren begleitet. Spaß und Forschergeist kamen nicht zu kurz!

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Termine:

Fr., 30.01.26:                   Ausgabe der Zeugnisse und Halbjahresinformationen (5-Jg2)
Sa., 31.01.26:                  Tag der offenen Tür (10-14 Uhr)

Mo., 02.02.26:                Beginn des dritten Stundenplanquartals
Mo., 02.02.26:                Halbjahresgespräche mit der Lernbegleitung an Realschule (bis 27.02.)
Mo., 02.02.26:                Wahl der mündlichen Abiturfächer Abitur
Mo., 02.02.26:                Kopfrechenwettbewerb Klassen 5 und 6
Mi., 04.02.26:                  Klassenzimmertheater für die Klasse 3
Do., 05.02.26:                 Klassenzimmertheater für die Klasse 4

Fr., 06.02.26:                   Berufsberatung Herr Ruben, Klassen 9b und 10a
Mo, 09.02.26:                 Waldschülerinnen und Waldschüler an Spanischer Austauschschule in Tudela (bis 15.02.)
Mo, 09.02.26:                 BoGy-Praktikum Klassen 10cd (bis 13.02.)
Mo, 09.02.26:                 BoRS-Berufspraktikum Klassen 9ab (bis 13.02.)
Di., 10.02.26:                   Kommunikationsprüfung für die Jahrgangsstufe 2 in modernen Fremdsprachen
Fr., 13.02.26:                   Berufsberatung Herr Ruben, Klassen 9b und 10a
Fr., 13.02.26:                   Letzter Schultag vor den Faschingsferien, Unterricht nach Stundenplan
Mo., 16.02.26:               Faschingsferien (bis 20.02.)
Mo., 16.02.26:               Ferienbetreuung der Grundschule für die Klassen 1-4 (bis 20.02.)
Do., 26.02.26:                 Elternsprechtag (digital) (13.30-18 Uhr) 


Weitere Informationen und Termine unter www.waldschule-degerloch.de

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Verantwortlich: Nicté Leinenbach Waldschule Degerloch